GESCHICHTE

1299: Gründung von Niederwutzen (Osinow Dolny)

Niederwutzen (Osinow Dolny) war anfangs eine kleine slawische Fischersiedlung, welche inmitten des Überflutungsgebietes der Oder erstmals 1299 in den Geschichtsbüchern erwähnt wurde. Die Siedlung ging im Laufe der Zeit auf die Cedynier Zisterzienser über. Daraufhin siedelten sich auch Deutsche dort an. Mit weiterem Voranschreiten der Zeit und Verweltlichung des Ordens wurde der Ort Teil der Cedynier Gemeinde. Noch heute ist der Charakter mit der typischen Anordnung zu erkennen, wobei die Kirche in der Ortsmitte war und die Gehöfte um das Schloss herum erbaut wurden.
Geschichte Fischer
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1753: Bau der ersten Brücke

Die erste Brücke wurde bereits 1753 erbaut, welche nach einem Feuer 1791 neu aufgebaut werden musste. Die schöne Brücke aus Stahl wurde 1903 errichtet und verband Bad Freienwalde mit Cedynia durch eine Schmalspurbahn.

1936 bis 1938: Bau der Zellstoff - und Papierfabrik Niederwutzen

Der Polenmarkt Hohenwutzen befindet sich auf dem Gelände und in den Gebäuden der ehemaligen Zellstoff – und Papierfabrik Niederwutzen, die in der Zeit 1936 bis 1938 von dem Konzern Waldhof erbaut worden ist. Über 400 Menschen sollen hier damals mit der Herstellung von Zellstoff und Papier beschäftigt gewesen sein. Seinerzeit gab es hier auch noch eine Bahnstrecke, die jedoch wie auch die damalige Oder-Brücke im Krieg zerstört worden ist.

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1945: Zweiter Weltkrieg

Während eines Kampfs Anfang 1945 zwischen einer SS-Fallschirmspringereinheit und der sowjetischen Armee wurde der Ort fast vollständig zerstört, währenddessen die Fabrik mit ihren Gebäuden im Wesentlichen erhalten blieb.

Außer dem riesigen Schornstein des Heizkraftwerks (heute Bühne zur Oder bzw. Autohandwaschanlage), welcher 1945 gesprengt wurde, sind die meisten Gebäude erhalten geblieben. Durch die massive Bauweise der Gebäude konnten sie der schweren Schlacht um Niederwutzen standhalten, auch wenn man bis heute die Spuren der Bombeneinschläge und Granatsplitter deutlich sehen kann.

Nach Kriegsende sind praktisch alle Anlagen und Maschinen aus der Zellstoff- und Papierfabrik demontiert und in die Sowjetunion verbracht worden.

 

 

1952: Neubau der Brücke

Nachdem die Oderbrücke beim Rückzug der Wehrmacht 1945 gesprengt wurde, ist diese 1952 wieder neu errichtet worden. Auf die architektonisch herausragenden Bögen ist dabei verzichtet worden.

Bahngleise wurden auf der neuen Oderbrücke nicht errichtet, die ursprüngliche Bahnstrecke Freienwalde-Zehden endete am östlichen Ende zu diesem Zeitpunkt am Bahnhof Hohenwutzen, bevor die Bahnstrecke 1967 offiziell gänzlich stillgelegt wurde.

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Ab 1992: Neues Leben kehr ein

Nachdem das Gelände im Dornröschenschlaf versunken war, kam ab 1992 neues Leben auf,. Anfänglich mit der Produktion von Weideartikeln, Schildern und kleinen Booten, bald aber bereits mit den ersten Marktständen und einer Tankstelle. Stetig entwickelte sich so auf dem ehemaligen Fabrikgelände einer der größten Märkte an der deutsch/polnischen Grenze.

04.11.2021: Großbrand

Am frühen Abend des 04.11.2012 kam es an einem Marktstand im Außenbereich zu einem Brand, welcher sich schnell auf den gesamten Teilbereich der Außenpassage sowie auf den östlichen Teil der Markthalle ausbreitete. So sind innerhalb weniger Stunden mehr als 300 Marktstände zum Teil vollständig zerstört worden. Rund 100 deutsche Feuerwehrleute konnten Ihre Kollegen aus Polen unterstützen, um Schlimmeres zu verhindern. Bereits im Frühjahr 2013 war der Markt wieder vollständig neu aufgebaut worden und alle Händler konnten an Ihren vorherigen Platz zurückkehren.
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05.07.2014: Deutsch-Polnische Integrationstag

Am 05.07.2014 fand auf dem Polenmarkt Hohenwutzen der 1. Deutsch-polnische Integrationstag der Freiwilligen Feuerwehr in der Geschichte statt. Insgesamt 10 Feuerwehren aus Polen und Deutschland zeigten hier ihr Können bei verschiedenen Wettkämpfen, z.B. „Saugrohrweitwerfen“ oder Slamonlaufen mit der „Alkoholbrille“. Die gelungene Veranstaltung für die ganze Familie wurde mit einem großen Angebot für Kinder, verschiedenen Programmhighlights sowie einem Preisgeld von 30.000,- € für die teilnehmenden Feuerwehren abgerundet.

Stete Entwicklung

Seit 2018 finden umfangreiche Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen auf dem insgesamt 50ha großen Areal statt. So werden die ehemaligen Fabrikhallen sukzessive ausgebaut, es wurde ein Kinderspielplatz errichtet, ein neuer Parkplatz für über 300 PKW samt E-Ladesäule und ein Campingplatz, welcher ebenfalls stetig ausgebaut und erweitert wird.

Aufgrund der weiterhin teils erheblichen Preis-, Lohn- und Steuervorteile gegenüber Deutschland hat Polen erhebliche Standortvorteile, weshalb sich auch in Zukunft die positive Entwicklung des Polenmarkt Hohenwutzen fortsetzen wird.

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Zukunft mit Ihnen.

 

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